Innendämmung vs. Aussendämmung: Kosten & Vergleich Schweiz 2026
Welche Dämmmethode bringt mehr Einsparung für Ihr Gebäude?
Preisvergleich auf einen Blick
Dachisolation
Fassadendämmung
Eine gute Wärmedämmung der Fassade senkt die Heizkosten um bis zu 40% und steigert den Wohnkomfort erheblich – weniger kalte Wände, gleichmässigere Raumtemperatur und weniger Zugluft. In der Schweiz, wo strenge Energievorschriften gelten und die Kantone grosszügige Förderbeiträge leisten, gehört die Fassadendämmung zu den effektivsten Sanierungsmassnahmen. Doch welche Methode ist die richtige? Die Aussendämmung (WDVS oder Kompaktfassade) gilt als Goldstandard und wird von Energieberatern bevorzugt empfohlen. Sie ist aber nicht immer möglich – etwa bei denkmalgeschützten Fassaden, bestehenden Grenzbebauungen oder Gebäuden in der Bauzone mit knappem Grenzabstand. Die Innendämmung ist dann die Alternative, bringt aber eigene bauphysikalische Herausforderungen mit sich.
Kostenvergleich: Innen- vs. Aussendämmung
Die Kostendifferenz ist beträchtlich: Eine Aussendämmung kostet fast doppelt so viel wie eine Innendämmung. Dafür ist die Dämmwirkung besser, die Förderung höher und es gibt keinen Wohnflächenverlust. Bei der Kostenbetrachtung sollten Sie auch die erzielte Heizkostenersparnis einberechnen – die Aussendämmung spart 25–40% Heizkosten, die Innendämmung nur 15–25%.
| Kriterium | Dachisolation | Fassadendämmung |
|---|---|---|
Vorteile & Nachteile im Vergleich
Dachisolation
Fassadendämmung
Wichtig: Feuchteschutz bei Innendämmung
Die grösste Gefahr bei der Innendämmung ist Feuchtigkeit. Wenn warme, feuchte Raumluft durch die Dämmung an die kalte Aussenwand gelangt, kondensiert sie dort – Schimmelbildung und Bauschäden sind die Folge. Deshalb ist eine fachgerechte Dampfbremse zwingend nötig. Noch besser sind kapillaraktive Dämmstoffe, die Feuchtigkeit puffern und kontrolliert abgeben können: Calciumsilikatplatten (ca. CHF 80–120/m²), Holzfaserplatten (ca. CHF 60–100/m²) oder mineralische Innendämmplatten. Diese Materialien sind teurer als herkömmliche Styroporplatten, aber bauphysikalisch deutlich sicherer. Lassen Sie die Planung und Ausführung immer von einem erfahrenen Fachbetrieb durchführen – eine fehlerhafte Innendämmung kann grössere Schäden verursachen als gar keine Dämmung.
Förderung in der Schweiz
Die Kantone fördern beide Dämmmethoden, allerdings zu unterschiedlichen Sätzen. Die Aussendämmung erhält typischerweise CHF 50–80/m², die Innendämmung CHF 30–50/m². Im Kanton Zürich sind es CHF 80/m² für die Aussendämmung und CHF 50/m² für die Innendämmung. Bei 150 m² Fassadenfläche ergibt das CHF 12'000 bzw. CHF 7'500 Förderung – ein erheblicher Beitrag. Voraussetzung ist jeweils, dass der geforderte U-Wert (kantonal unterschiedlich, meist 0.20–0.25 W/m²K) erreicht wird und die Förderung vor Baubeginn beantragt wurde.
Fazit
Die Aussendämmung ist immer die bessere Wahl, wenn sie baulich möglich ist. Sie bietet die beste Dämmwirkung, schützt die Bausubstanz, verursacht keinen Wohnflächenverlust und wird höher gefördert. Die Innendämmung ist die sinnvolle Alternative, wenn die Aussendämmung nicht möglich ist – etwa bei denkmalgeschützten Fassaden, fehlendem Grenzabstand oder wenn das Stockwerkeigentum keine Aussendämmung zulässt. Achten Sie bei der Innendämmung unbedingt auf einen erfahrenen Fachbetrieb und kapillaraktive Dämmstoffe – der Feuchteschutz ist die grösste Herausforderung. Holen Sie in beiden Fällen mindestens drei Offerten ein und lassen Sie einen GEAK-Experten die optimale Dämmstärke berechnen.