Elektriker in der Schweiz

Elektriker Kosten in der Schweiz 2026

Aktualisiert 2026-06 handwerker-kosten.ch Redaktion Lesezeit ca. 6 Min. Sorgfältig recherchiert & transparent

Elektroinstallationen dürfen in der Schweiz ausschliesslich von konzessionierten Fachbetrieben mit einer Installationsbewilligung des ESTI (Eidgenössisches Starkstrominspektorat) ausgeführt werden. Die Kosten für einen Elektriker liegen bei CHF 80 bis CHF 150 pro Stunde, je nach Region, Qualifikation und Tageszeit. Ob defekte Steckdose, neue Beleuchtung oder Ladestation für Ihr Elektroauto -- Elektrikerkosten können stark variieren. Für die häufigsten Aufträge rechnen Sie mit: Steckdose austauschen CHF 150 bis CHF 350, Lichtschalter ersetzen CHF 120 bis CHF 280, Sicherungskasten erneuern CHF 3'000 bis CHF 8'000, Elektroinstallation Neubau CHF 500 bis CHF 900 pro m2.

CHF 80
Minimum pro Stunde
CHF 115
Durchschnitt pro Stunde
CHF 150
Maximum pro Stunde
Preise in Zürich

Aktualisiert 2026-06 · Regionale Abweichungen bis ±25%

Für Sie kostenlos Unverbindlich Betriebe aus Ihrer Region Finanziert über Betriebe — für Sie kostenlos Keine Datenweitergabe ohne Ihre Einwilligung (revDSG)

Was kostet Ihr Elektriker-Projekt?

Ihre Schätzung für Elektriker
CHF —
Durchschnitt CHF —

Richtwert auf Basis Schweizer Marktdaten (SBV/suissetec, Stand 2026-06). Keine verbindliche Offerte — die persönliche Einschätzung berücksichtigt Ihre konkreten Anforderungen.

Illustration zu Elektriker in der Schweiz
Elektriker
Schweizer Marktpreise 2026
Budget CHF 80 pro Stunde
Durchschnitt CHF 115 pro Stunde
Premium CHF 150 pro Stunde

Preisüberblick Elektriker

Die Gesamtkosten für Elektroarbeiten hängen stark von der Komplexität ab. Hier eine Übersicht typischer Projekte in der Schweiz: Steckdose oder Schalter austauschen CHF 120 bis CHF 350 (1-2 Stunden). Neue Steckdose setzen (mit Schlitz) CHF 250 bis CHF 600. Sicherungskasten komplett erneuern CHF 3'000 bis CHF 8'000. FI-Schutzschalter nachrüsten CHF 400 bis CHF 800. Elektrocheck/Sicherheitsprüfung CHF 300 bis CHF 800. Ladestation Elektroauto (Wallbox) CHF 2'000 bis CHF 5'000 inklusive Installation. Komplette Neuverkabelung 4-Zimmer-Wohnung CHF 8'000 bis CHF 18'000. Smarthome-Grundausstattung CHF 5'000 bis CHF 15'000. Photovoltaik-Anschluss CHF 2'000 bis CHF 5'000.

Leistungsniveau
Preis in CHF
Einheit
Hinweis
Budget
80
pro Stunde
Basisleistung
Durchschnitt
115
pro Stunde
Typisches Projekt
Premium
150
pro Stunde
Hoher Anspruch

Detaillierte Kostenaufstellung: Elektriker nach Leistung

Richtwerte je Einzelleistung (Stand 2026-06, inkl. MwSt.). So sehen Sie, welcher Teil eines Elektriker-Projekts wie viel kostet — statt nur einer Gesamtspanne.

Detaillierte Elektriker-Kosten je Einzelleistung in der Schweiz: Minimum, Durchschnitt, Maximum je Einheit, Stand 2026-06.
Leistung Einheit Min Ø Max
Stundensatz Elektriker pro Stunde CHF 80 CHF 110 CHF 150
Steckdose setzen / ersetzen pro Steckdose CHF 30 CHF 75 CHF 110
Lichtschalter setzen / ersetzen pro Schalter CHF 30 CHF 55 CHF 110
Lampe / Leuchte montieren pro Leuchte CHF 150 CHF 250 CHF 400
Stromleitung verlegen (Auftrag) pro Auftrag CHF 245 CHF 330 CHF 415
Sicherungskasten / Verteilung ersetzen pro Verteilung CHF 1'200 CHF 2'500 CHF 5'000
Elektrokontrolle / Sicherheitsnachweis (SiNa) pro Wohnung/EFH CHF 210 CHF 300 CHF 400

Richtwerte aus der laufend gepflegten Preisdatenbank von handwerker-kosten.ch (Stand 2026-06). Einzelpreise summieren sich nicht 1:1 zum Gesamtprojekt — Anfahrt, Mindestpauschalen und das Zusammenspiel der Arbeiten beeinflussen den Endpreis. Verbindlich ist nur eine Offerte. Wie wir unsere Preise ermitteln.

Was kostet Ihr Elektriker-Projekt konkret?

Sie haben jetzt die Marktpreise und den Regionalfaktor — der letzte fehlende Wert ist Ihr konkreter Preis. Den holen wir Ihnen gratis von passenden Betrieben aus Ihrer Region, nicht aus dem Ausland. Unverbindlich, in der Regel innert weniger Werktage.

Kostenfaktoren

Diese Faktoren beeinflussen den Endpreis am stärksten:

Art der Arbeit

Preisrelevant

Material

Preisrelevant

Notdienst-Zuschlag

Preisrelevant

Zugänglichkeit

Preisrelevant

Bewilligungen

Preisrelevant

Spartipps

Mehrere Arbeiten bündeln
Tagsüber beauftragen
Materialien selbst besorgen (nach Absprache)

Beim Elektriker sollten Sie nie am falschen Ende sparen. Unsachgemässe Elektroinstallationen sind brandgefährlich und können die Gebäudeversicherung gefährden. Vergleichen Sie Offerten, achten Sie aber vor allem auf die ESTI-Bewilligung und NIV-Konformität des Anbieters. Nach Abschluss der Arbeiten muss eine Sicherheitsnachweis-Prüfung erfolgen. Bündeln Sie mehrere Aufträge, um Anfahrtskosten zu sparen, und planen Sie Arbeiten werktags, um Notdienstzuschläge zu vermeiden.

So läuft Ihr Elektriker-Projekt ab

Eine Elektroinstallation in der Schweiz folgt einem klar geregelten Ablauf – von der Bedarfsklärung über die zwingende Installationsanzeige beim Netzbetreiber bis zum Sicherheitsnachweis (SiNa) und – bei bestimmten Anlagen – der unabhängigen Abnahmekontrolle. Wer die Reihenfolge und die gesetzlichen Pflichten kennt, vermeidet Verzögerungen, Nachbesserungen und Bussen.

  1. 1

    Bedarf klären und Installationskonzept festlegen

    Halten Sie früh fest, was Sie brauchen: neue Steckdosen und Lichtschalter, Verteiler/Sicherungskasten erneuern, Ladestation fürs E-Auto, Smart-Home, Photovoltaik oder eine Komplettsanierung der Verkabelung. Überlegen Sie pro Raum konkret Anzahl und Position der Anschlüsse – Nachträge nach dem Verputzen werden teuer. Bei Mietobjekten holen Sie vorab die schriftliche Zustimmung der Verwaltung ein, da fest verbaute Änderungen Sache des Vermieters sind.

  2. 2

    Konzessionierten Elektroinstallateur wählen und Offerten einholen

    Fest verlegte Installationen dürfen in der Schweiz nur Betriebe mit Installationsbewilligung des ESTI (konzessionierte Elektroinstallateure) ausführen; Laien sind auf einfache Arbeiten wie Lampen anschliessen beschränkt. Holen Sie mindestens zwei bis drei detaillierte Offerten ein und achten Sie darauf, dass Material, Arbeitsstunden, allfällige Gebühren des Netzbetreibers sowie SiNa und – sofern nötig – die Abnahmekontrolle separat ausgewiesen sind. Klären Sie, ob der Betrieb die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt.

  3. 3

    Installationsanzeige beim Netzbetreiber – vor Arbeitsbeginn

    Vor Baubeginn meldet der konzessionierte Betrieb die Arbeiten mit einer Installationsanzeige (IA) beim örtlichen Netzbetreiber (z.B. EKZ, ewz, BKW) an – meist über ElektroForm. Erst nach der Freigabe darf gebaut werden. Bei sehr kleinen Eingriffen (Service unter 4 Stunden und Leistungsänderung unter 3,6 kVA) kann die Installationsanzeige entfallen. Bei grösseren Eingriffen sowie Fassaden- oder Dacharbeiten (etwa für PV) prüfen Sie zusätzlich, ob eine kommunale Baubewilligung nötig ist; Module an Balkon oder Fassade sind oft bewilligungspflichtig.

  4. 4

    Förderung sichern – bei Energie-Gewerken zwingend vor Baustart

    Wenn die Elektroarbeiten Teil einer energetischen Massnahme sind (Wärmepumpe, PV-Anlage, Ladeinfrastruktur), prüfen Sie kantonale Förderbeiträge und – wo verlangt – einen GEAK respektive GEAK Plus. Wichtig: Förderanträge und allfällige GEAK-Beratung müssen in der Regel eingereicht und bewilligt sein, BEVOR Sie mit den Arbeiten beginnen. Wer zuerst baut, verliert den Anspruch.

  5. 5

    Ausführung der Installation

    Der Betrieb verlegt Leitungen, setzt Dosen und Verteiler, montiert Apparate und nimmt die Anlage in Betrieb. Bei Neubau/Umbau wird vor dem Verputzen kontrolliert, ob alle Leerrohre und Anschlüsse sitzen – nutzen Sie diesen Moment für eine Begehung und letzte Korrekturen. Lassen Sie sich Abweichungen von der Offerte schriftlich bestätigen, bevor zusätzlich gearbeitet wird.

  6. 6

    Sicherheitsnachweis (SiNa) und Schlusskontrolle des Betriebs

    Nach Abschluss prüft der ausführende Betrieb die Anlage im Rahmen einer internen Schlusskontrolle (Sichtprüfung, Funktions- und Messprüfungen) und dokumentiert das Ergebnis im Sicherheitsnachweis (SiNa) gemäss NIV, bestätigt mit Unterschrift. Verlangen Sie den SiNa als Teil der Abgabe – ohne dieses Dokument ist die Installation formal nicht ordnungsgemäss abgenommen. Als Eigentümer müssen Sie den SiNa dauerhaft aufbewahren und die Anlagensicherheit jederzeit damit belegen können.

  7. 7

    SiNa beim Netzbetreiber einreichen – bei kurzer Kontrollperiode zuerst unabhängige Abnahmekontrolle

    Nach jeder Erstellung oder Änderung ist der SiNa dem Netzbetreiber einzureichen – auch im Wohnbau. Bei Anlagen mit einer Kontrollperiode unter 20 Jahren (z.B. Büro 10 Jahre, Schulen/Hotels/Verkauf 5 Jahre) muss zusätzlich innert sechs Monaten nach Übernahme eine unabhängige Abnahmekontrolle durch eine akkreditierte Inspektionsstelle oder ein unabhängiges Kontrollorgan erfolgen – nicht durch den Betrieb, der die Anlage gebaut hat. Bei Wohnbauten (Kontrollperiode 20 Jahre) genügt die Schlusskontrolle des Betriebs; eine zusätzliche unabhängige Abnahmekontrolle ist hier nicht verlangt. Danach gilt die Anlage als abgenommen; die nächste periodische Kontrolle folgt je nach Gebäudetyp (Wohnen i.d.R. alle 20 Jahre).

Profi-Tipp: Häufigster Stolperstein: Bei Anlagen mit Kontrollperiode unter 20 Jahren (Gewerbe, Büro, Schulen u.a.) muss die Abnahmekontrolle von einer unabhängigen Stelle gemacht werden – wer dieselbe Firma damit beauftragt, die installiert hat, riskiert eine ungültige Kontrolle. Planen Sie diese unabhängige Kontrolle und die Sechs-Monats-Frist von Anfang an mit ein. Im normalen Wohnbau (20 Jahre) reicht die Schlusskontrolle des Betriebs samt SiNa, der trotzdem dem Netzbetreiber einzureichen ist.

Methodik & Datenbasis

Richtwerte basieren auf öffentlichen Branchen-Tarifen, BFS-Lohndaten und regionalen Kostenfaktoren.
Mindest-/Maximalwerte spiegeln typische Projektbandbreiten wider.
Empfehlung: Für konkrete Vorhaben immer mehrere Offerten vergleichen.

Häufige Fragen

Ein Elektriker kostet in der Schweiz CHF 80 bis CHF 150 pro Stunde. Ein Elektroinstallateur EFZ berechnet CHF 80 bis CHF 110/h, ein Sicherheitsexperte CHF 100 bis CHF 150/h. Dazu kommen Anfahrtskosten von CHF 40 bis CHF 80. Notdienst-Zuschläge: Abends und Samstag +50%, Sonntag und Feiertag +100%. Material wird separat abgerechnet. In Zürich, Genf und Basel sind die Stundensätze 10-20% höher als im Landesdurchschnitt.
Ja, in der Schweiz dürfen Elektroinstallationen nur von konzessionierten Betrieben mit ESTI-Bewilligung ausgeführt werden. Das gilt auch für vermeintlich einfache Arbeiten wie den Austausch einer Steckdose oder eines Lichtschalters. Lediglich der Wechsel einer Glühbirne oder Leuchtmittel-Austausch in bestehenden Lampenfassungen darf von Laien durchgeführt werden. Bei Verstössen erlischt der Versicherungsschutz der Gebäudeversicherung.
Eine Komplettsanierung der Elektrik in einer 4-Zimmer-Wohnung kostet CHF 8'000 bis CHF 18'000, je nach gewünschtem Standard. Im Detail: Neuer Sicherungskasten CHF 3'000 bis CHF 6'000, Neuverkabelung CHF 4'000 bis CHF 10'000, neue Schalter und Steckdosen CHF 1'000 bis CHF 3'000. Für ein EFH mit 150 m2 rechnen Sie mit CHF 15'000 bis CHF 30'000. Die Investition lohnt sich bei Häusern mit Baujahr vor 1980, da die alten Installationen oft nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen.
Eine Wallbox (Ladestation) für ein Elektroauto kostet in der Schweiz CHF 2'000 bis CHF 5'000 inklusive Installation. Die Wallbox selbst kostet CHF 800 bis CHF 2'500 (11-22 kW), die Installation CHF 1'000 bis CHF 3'000 je nach Leitungsweg und ob der Sicherungskasten angepasst werden muss. In Mehrfamilienhäusern und Tiefgaragen sind die Kosten höher (CHF 3'000 bis CHF 8'000 pro Ladepunkt) wegen des grösseren Installationsaufwands. Einige Kantone und Gemeinden bieten Förderbeiträge von CHF 500 bis CHF 2'000.
Warnsignale für veraltete Elektroinstallationen: Sicherungen fallen häufig raus, Steckdosen sind warm oder verfärbt, Lichtflackern ohne erkennbare Ursache, kein FI-Schutzschalter vorhanden, Aluminium- statt Kupferleitungen (vor 1970 verbaut), altes Tableau mit Schmelzsicherungen. In der Schweiz muss die Elektroinstallation alle 20 Jahre durch einen akkreditierten Kontrolleur geprüft werden (periodische Kontrolle). Ein Elektrocheck kostet CHF 300 bis CHF 800 und gibt Klarheit über den Zustand.
Ein Notdienst ausserhalb der regulären Arbeitszeiten kostet CHF 150 bis CHF 350 für die Anfahrt plus einen erhöhten Stundensatz von CHF 130 bis CHF 250. Am Wochenende und an Feiertagen gelten Zuschläge von 50 bis 100% auf den normalen Stundensatz. Für einen Notfall-Einsatz (z.B. Kurzschluss, Stromausfall) rechnen Sie total mit CHF 300 bis CHF 800. Tipp: Prüfen Sie bei einem Stromausfall zuerst, ob die Sicherung ausgelöst hat oder ob ein Netzausfall vorliegt -- das spart unnötige Notdienstkosten.
In der Regel ja. In Grossräumen wie Zürich (rund +15 %) und der Genferseeregion (rund +20 %) liegen die Preise für Elektriker über dem Schweizer Durchschnitt, in ländlichen Regionen (z. B. Jura, Emmental) rund 10 % darunter. Ausschlaggebend sind Lohnniveau, Lebenshaltungskosten und lokale Marktdichte – nicht die Arbeit selbst. Die konkreten Werte je Region zeigen die jeweiligen Stadt-Seiten.
Preisrecherche & Marktdaten Schweiz · Stand 2026-06

Unsere Daten zu Elektriker basieren auf laufender Auswertung von Schweizer Offerten, branchen­öffentlichen Preisempfehlungen und kantonalen Förderprogrammen — sorgfältig recherchiert und transparent ausgewiesen. Auf Wunsch holen wir Ihnen über unser Formular unverbindliche Offerten von passenden Betrieben aus Ihrer Region. Für Sie ist das kostenlos.

Hinweise auf abweichende Marktpreise senden Sie bitte über das Kontaktformular. Detaillierte Methodik unter Über uns & Methodik.

Jetzt starten

Offerte anfragen

Sie haben jetzt Marktpreise, Regionalfaktor und Förderhinweise — der letzte fehlende Wert ist Ihr konkreter Preis. Den holen wir Ihnen gratis von passenden Betrieben aus Ihrer Region.

Alle Kategorien