Maler beauftragen vs. selbst streichen: Kosten Schweiz 2026
Wann lohnt sich der Profi – und wann können Sie selbst Hand anlegen?
Preisvergleich auf einen Blick
Maler
Malerarbeiten gehören zu den häufigsten Renovationen in der Schweiz – ob bei Einzug, Auszug oder einfach nach Jahren der Abnutzung. Es ist gleichzeitig eine der Arbeiten, die viele Heimwerker selbst erledigen, um Geld zu sparen. Doch die tatsächliche Ersparnis durch Eigenleistung ist nicht immer so gross wie erhofft, wenn man die eigene Arbeitszeit und die Materialkosten ehrlich einrechnet. Zudem kann die Qualität leiden – und das fällt auf: Streifen, Nasen, unsaubere Kanten und Farbspritzer auf dem Boden sind die typischen Fehler von Laien. Wir vergleichen die Kosten eines professionellen Malers mit dem Selbermachen und zeigen klar, wann sich welche Variante lohnt.
Kostenvergleich: Maler vs. selbst streichen
Ein professioneller Maler in der Schweiz berechnet CHF 70–90 pro Stunde (inkl. Sozialabgaben und Material). Für einen einfachen Wandanstrich in gutem Zustand liegt der Quadratmeterpreis bei CHF 10–16/m². Bei Vorbereitungsarbeiten (Spachteln, Grundieren, Tapeten entfernen) steigen die Kosten auf CHF 18–28/m². Beim Selbermachen zahlen Sie nur das Material – aber die versteckten Kosten (Werkzeug, Abdeckmaterial, eigene Arbeitszeit) werden oft unterschätzt.
| Kriterium | Maler | Maler |
|---|---|---|
Vorteile & Nachteile im Vergleich
Maler
Maler
Tipps für Selbermacher
Wenn Sie selbst streichen möchten, beachten Sie diese Grundregeln für ein gutes Ergebnis: Investieren Sie in hochwertige Farbe (Markenprodukte ab CHF 5–8/m² wie Sikkens, Brillux oder Kabe) – billige Farbe deckt schlechter, braucht mehr Anstriche und sieht ungleichmässig aus. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Vorbereitung: Sorgfältiges Abkleben mit Goldband (nicht normales Malerkrepp!), Abdecken des Bodens mit Malerflies (nicht mit Plastikfolie – Rutschgefahr!) und Grundieren von fleckigen oder saugenden Untergründen machen 50% des Gesamtaufwands aus. Verwenden Sie hochwertige Rollen (kurzflorig für glatte Wände, langflorig für raue) und tauschen Sie die Rolle nicht innerhalb einer Wandfläche. Streichen Sie immer nass-in-nass – setzen Sie also nicht ab, bevor die Wand fertig ist. Bei Decken, Treppenhäusern und Fassaden empfehlen wir immer den Profi – dort ist das Risiko für Fehler und Unfälle deutlich höher.
Sonderfall Wohnungsübergabe
Bei der Rückgabe einer Mietwohnung ist die Frage Maler oder Selbermachen besonders relevant. Grundsätzlich gilt: Der Mieter muss die Wohnung «besenrein» übergeben, aber nicht frisch gestrichen – es sei denn, der Mietvertrag enthält eine entsprechende Klausel und der letzte Anstrich war vor der üblichen Erneuerungsfrist. Viele Vermieter und Verwaltungen akzeptieren Eigenleistung nicht und beauftragen auf Kosten des Mieters einen Maler, wenn das Ergebnis mangelhaft ist. Um Streit und Doppelkosten zu vermeiden, empfehlen wir bei der Wohnungsübergabe einen professionellen Maler – und eine schriftliche Bestätigung der Verwaltung über die erwartete Qualität.
Fazit
Für einfache Wandflächen in gutem Zustand (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer) ist Selberstreichen eine gute und lohnende Option – Sie sparen CHF 800–2'400 bei einer typischen Wohnung. Voraussetzung: gute Farbe, sorgfältige Vorbereitung und genug Zeit. Für Decken, Treppenhäuser, Fassaden, Räume mit aufwendiger Vorbereitung (Spachteln, Grundieren, Tapeten entfernen) und insbesondere bei der Wohnungsrückgabe lohnt sich der professionelle Maler. Die Investition von CHF 1'200–3'400 für eine professionell gestrichene Wohnung ist gut angelegt – Sie sparen sich Ärger, Zeit und ein potenziell mangelhaftes Ergebnis. Holen Sie bei grösseren Projekten immer mindestens drei Offerten ein.