Kostenvergleich 2026 · Stand 2026-06

Maler beauftragen vs. selbst streichen: Kosten Schweiz 2026

Wann lohnt sich der Profi – und wann können Sie selbst Hand anlegen?

Preisvergleich auf einen Blick

Maler

pro m²
CHF 18
CHF 10 – 28

Malerarbeiten gehören zu den häufigsten Renovationen in der Schweiz – ob bei Einzug, Auszug oder einfach nach Jahren der Abnutzung. Es ist gleichzeitig eine der Arbeiten, die viele Heimwerker selbst erledigen, um Geld zu sparen. Doch die tatsächliche Ersparnis durch Eigenleistung ist nicht immer so gross wie erhofft, wenn man die eigene Arbeitszeit und die Materialkosten ehrlich einrechnet. Zudem kann die Qualität leiden – und das fällt auf: Streifen, Nasen, unsaubere Kanten und Farbspritzer auf dem Boden sind die typischen Fehler von Laien. Wir vergleichen die Kosten eines professionellen Malers mit dem Selbermachen und zeigen klar, wann sich welche Variante lohnt.

Kostenvergleich: Maler vs. selbst streichen

Ein professioneller Maler in der Schweiz berechnet CHF 70–90 pro Stunde (inkl. Sozialabgaben und Material). Für einen einfachen Wandanstrich in gutem Zustand liegt der Quadratmeterpreis bei CHF 10–16/m². Bei Vorbereitungsarbeiten (Spachteln, Grundieren, Tapeten entfernen) steigen die Kosten auf CHF 18–28/m². Beim Selbermachen zahlen Sie nur das Material – aber die versteckten Kosten (Werkzeug, Abdeckmaterial, eigene Arbeitszeit) werden oft unterschätzt.

Kriterium Maler Maler

Vorteile & Nachteile im Vergleich

Maler

Vorteile
Professionelles, sauberes Ergebnis mit gleichmässiger Deckung
Schnelle Ausführung (1–2 Tage für eine 3-Zimmer-Wohnung)
Erfahrung mit schwierigen Untergründen (Risse, Flecken, alte Tapeten)
Sauberes Abdecken und Nachbereiten inklusive – keine Farbspritzer
Gewährleistung auf die Arbeit – Nachbesserung bei Mängeln
Fachkundige Beratung bei Farbwahl, Untergründen und Techniken
Nachteile
Deutlich teurer als Selbermachen (Lohnkosten CHF 70–90/Stunde)
Terminabhängigkeit – Wartezeiten von 2–6 Wochen möglich
Fremde Personen in der Wohnung (bei bewohnten Räumen)
Bei sehr kleinen Flächen (einzelne Wand) unverhältnismässig teuer (Mindestpauschale)

Maler

Vorteile
Massive Kostenersparnis – bis zu 70% weniger als beim Profi
Flexible Zeiteinteilung (Wochenende, Ferien, Abende)
Persönliche Zufriedenheit und Stolz auf das eigene Ergebnis
Keine Wartezeiten – sofort loslegen möglich
Volle Kontrolle über Farbwahl, Technik und Tempo
Nachteile
Zeitaufwand wird systematisch unterschätzt (3–5 Tage realistisch)
Qualität stark abhängig von Erfahrung und handwerklichem Geschick
Vorbereitungsarbeiten (Abkleben, Abdecken, Grundieren) werden oft vergessen oder unzureichend gemacht
Werkzeug und Material müssen selbst beschafft und bezahlt werden
Risiko von Farbspritzern auf Boden, Möbeln und Fenstern
Bei Mietwohnungs-Rückgabe: Vermieter akzeptieren Eigenleistung oft nicht

Tipps für Selbermacher

Wenn Sie selbst streichen möchten, beachten Sie diese Grundregeln für ein gutes Ergebnis: Investieren Sie in hochwertige Farbe (Markenprodukte ab CHF 5–8/m² wie Sikkens, Brillux oder Kabe) – billige Farbe deckt schlechter, braucht mehr Anstriche und sieht ungleichmässig aus. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Vorbereitung: Sorgfältiges Abkleben mit Goldband (nicht normales Malerkrepp!), Abdecken des Bodens mit Malerflies (nicht mit Plastikfolie – Rutschgefahr!) und Grundieren von fleckigen oder saugenden Untergründen machen 50% des Gesamtaufwands aus. Verwenden Sie hochwertige Rollen (kurzflorig für glatte Wände, langflorig für raue) und tauschen Sie die Rolle nicht innerhalb einer Wandfläche. Streichen Sie immer nass-in-nass – setzen Sie also nicht ab, bevor die Wand fertig ist. Bei Decken, Treppenhäusern und Fassaden empfehlen wir immer den Profi – dort ist das Risiko für Fehler und Unfälle deutlich höher.

Sonderfall Wohnungsübergabe

Bei der Rückgabe einer Mietwohnung ist die Frage Maler oder Selbermachen besonders relevant. Grundsätzlich gilt: Der Mieter muss die Wohnung «besenrein» übergeben, aber nicht frisch gestrichen – es sei denn, der Mietvertrag enthält eine entsprechende Klausel und der letzte Anstrich war vor der üblichen Erneuerungsfrist. Viele Vermieter und Verwaltungen akzeptieren Eigenleistung nicht und beauftragen auf Kosten des Mieters einen Maler, wenn das Ergebnis mangelhaft ist. Um Streit und Doppelkosten zu vermeiden, empfehlen wir bei der Wohnungsübergabe einen professionellen Maler – und eine schriftliche Bestätigung der Verwaltung über die erwartete Qualität.

Fazit

Für einfache Wandflächen in gutem Zustand (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer) ist Selberstreichen eine gute und lohnende Option – Sie sparen CHF 800–2'400 bei einer typischen Wohnung. Voraussetzung: gute Farbe, sorgfältige Vorbereitung und genug Zeit. Für Decken, Treppenhäuser, Fassaden, Räume mit aufwendiger Vorbereitung (Spachteln, Grundieren, Tapeten entfernen) und insbesondere bei der Wohnungsrückgabe lohnt sich der professionelle Maler. Die Investition von CHF 1'200–3'400 für eine professionell gestrichene Wohnung ist gut angelegt – Sie sparen sich Ärger, Zeit und ein potenziell mangelhaftes Ergebnis. Holen Sie bei grösseren Projekten immer mindestens drei Offerten ein.

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